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22.02.2016

2016/02 Holzmarktinfos

Mittlerweile konnte die Holzverkaufsstelle mit etlichen Holzkäufern Lieferverträge abschließen und Preise für das erste Halbjahr fixieren. Die Preise für schwächeres Nadelstammholz in langer Form liegen leicht unter den Preisen von 2015. Die Nachfrage ist gut und die Verträge können beliefert werden. Die Preise für starkes und schlechtes Nadelstammholz (Abhieb größer 65 cm) sind spürbar gefallen. Hiebe im starken Holz sollten deshalb immer mit dem zuständigen Kreisrevierleiter besprochen oder auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden.

Der Markt für Standardlängen (Nadelstammholz in 4 oder 5 m Länge) ist weiterhin belastet und kann nur nach vorheriger Absprache angedient werden. Vor allem Kleinmengen (unter 15 fm je Los) sind im Moment nur schwierig und häufig nur mit Abschlägen am Markt unter-zubringen.

Die Aushaltung von Wertholz ist bei guten Preisen möglich, sie setzt aber einen Mindestzopf (Durchmesser am schwächeren Ende, i.d.R. nach 5 m) von 50 cm ohne Rinde voraus und ist vor allem im obersten Gütebereich (Güte TF und A, bedingt B) lohnend. Wertholzhiebe sollten ebenfalls (bereits stehend) im Wald abgesprochen werden. Um nicht in die Kleinmengen-regelung (Lose < 10 fm) zu fallen wird bei diesem Sortiment außerdem eine Polterung zusammen mit anderen Waldbesitzern an einem Lagerort empfohlen. Bei einer gemeinsamen Polterung müssen die Stammteile sauber beschriftet werden, dazu gehört dann auch der Namen des Waldbesitzers!

Papierholz (Industrieschichtholz 2 m) hat für das Jahr 2016 einen geringen Preisabschlag erfahren, ist aber ohne Probleme verkäuflich. Auch in diesem Sortiment sollen Holzmengen die kleiner als 20 rm sind zusammen mit Hölzern anderen Waldbesitzer gelagert werden um keine Abschläge zu erfahren.

Die Preise für anbrüchiges Industrieholz (Güte K durch starke Fäule) sind weiterhin unter Druck. Dieses Holz konkurriert mit dem Restholz aus den Sägewerken von dem es im Moment einen deutlichen Überschuß gibt. Für Kleinmengen aus dem Privatwald sollte alternativ die Nutzung als Brennholz geprüft werden.

Wünschen Sie als Waldbesitzer Beratung? Wenden Sie sich an den zuständigen Kreisrevierleiter (www.landkreis-tuttlingen/forstamt) oder an die Holzverkaufsstelle beim Landratsamt Tuttlingen (07461 / 926 2199) wenden.