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14.04.2016

2016/06 Borkenkäfer und Holzmarkt

Borkenkäfergefahr steigt!

Nachdem bereits im letzten Jahr viele Bäume durch Borkenkäfer befallen wurden bleibt die Gefahr durch die kleinen Käfer für Fichten, aber auch Tannen auch in diesem Sommer sehr hoch. Privatwaldeigentümer sind deshalb aufgerufen, ihre Wälder regelmäßig auf Befall zu kontrollieren, und festgestellten Befall konsequent aufzuarbeiten. Wer Borkenkäferbefall in seinem Wald feststellt und Fragen zur Sortierung und Aushaltung der „Käferhölzer“ hat soll sich bitte zeitnah an den jeweils zuständigen Förster wenden (siehe auch: Forstamtskarte).

Woran erkennt man im Wald den Borkenkäferbefall?

Am deutlichsten ist natürlich eine weit fortgeschrittene Schädigung: Die Nadeln der Bäume röten sich deutlich und fallen komplett ab, die Borke fällt meist zuerst knapp unter der grünen Krone, später am gesamten Stamm zu Boden.

Ein beginnender Befall ist etwas schwieriger zu erkennen: Meist unterhalb der Krone sind auf der Rinde feine, im Licht glitzernde Harztröpfchen zu erkennen, das sind Einbohrungen der Käfer, gegen die sich der Baum mit Harzfluss wehrt. Aus diesen Einbohrungen fällt auch feines Bohrmehl, das am Stammfuß um den Baum, vor allem aber auf der Borke und in den Borkenschuppen gefunden werden kann. Dort wo sich Käfer erfolgreich eingebohrt haben kann man auch Spechthiebe als frisch abgeschlagene Borkenteile am Stamm erkennen. Erste oft handtellergroß abgefallene Borkestücke sind ein untrügliches Zeichen für eine erfolgreiche Brut der Käfer, oft sind die Nadeln dann noch grün, erst etwas später beginnt der Baum die Nadeln abzuwerfen, manchmal auch in noch grünem Zustand. Dann ist Eile geboten, damit eine Fertigstellung der Brut, und damit viele neue Käfer die sich weitervermehren, verhindert werden kann.

Holzmarkt momentan gut versorgt

Der Holzmarkt ist aktuell in praktisch allen Sortimenten gut bis sehr gut versorgt, Die Holzverkaufsstelle rät Privatwaldeigentümern deshalb, momentan keine neuen Hiebe zu beginnen und begonnene Hieb rasch abzuschließen. Frisch aufgearbeitetes wertvolles Nadelstammholz muss im Moment gegen den Befall von holzbrütenden Insekten geschützt werden, da ein rascher Abfluss der Hölzer im Moment nicht möglich ist. Die Waldeigentümer werden dringend gebeten, dies vor allem auch bei der Wahl des Lagerortes bereits zu berücksichtigen.