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01.09.2016

2016/12 Holzmarkt aktuell

Nachdem der Holzmarkt in den zurückliegenden Monaten durch die Schadhölzer aus den Frühjahrsstürmen und dem angefallenen Käferholzmengen 2015 beeinflusst war, normalisiert sich die Nachfrage durch die Holzindustrie weitgehend. Die Preise liegen auf einem stabilen und  auskömmlichen Niveau: Die Fichte wird beim Leitsortiment Klasse 2b Güte B mit 90 € je Festmeter gehandelt, Kilben Klasse 2b Güte D liegen bei 51 € je Festmeter. Privatwaldbesitzer, die Holz einschlagen möchten, haben damit für fast alle Sortimente sehr gute Marktbedingungen. Lediglich bei folgenden Sortimenten gelten Einschränkungen:

  • Der Einschlag von starkem Nadelstammholz– am Abhieb stärker als 65 cm – muss vor dem Einschlag mit dem Revierleiter abgesprochen werden.
  • Besseres Ahorn-Stammholz ist im Moment praktisch nicht verkäuflich, wir raten in dieser Einschlagsaison vom Einschlag ab!
  • Industrieholz Güte K (krank): Das Holz fließt nur sehr zäh ab, der zu erzielende Preis ist nicht befriedigend. Im Privatwald sollte auf jeden Fall eine Nutzung als Brennholz geprüft werden.

Bisher haben sich im Kreis Tuttlingen anders als in vielen anderen Landesteilen die Schadholzmengen durch Borkenkäfer sehr in Grenzen gehalten. Die Gefahr ist aber noch nicht ganz vorüber: Auch im Herbst und vor allem nach den ersten Frösten werden noch befallene Nadelbäume sichtbar. Die Privatwaldeigentümer werden gebeten, ihre Wälder zu kontrollieren und befallene Bäume rasch aufzuarbeiten!

Holz lässt sich nur optimal vermarkten, wenn die Aushaltung und Sortenbildung gut gelingt. Auf diesen Internetseiten sind deshalb alle Sortimente, die durch die kommunale Holzverkaufsstelle vermarktet werden beschrieben: Holzart, Längen, Durchmesser und Güte. Außerdem gibt es dort wichtige Hinweise zur Holzvermessung und die Polterregeln zur Lagerung nachzulesen.

Klein- und Kleinstmengen führen mittlerweile bei vielen Kunden zu Preisabschlägen. Um diese zu reduzieren oder zu vermeiden müssen die Lose entsprechend groß sein, oder die Hölzer müssen zusammen mit Losen anderer Waldeigentümer gelagert werden. Wenn Sie dazu Fragen haben, wenden sich Privatwaldeigentümer vor dem Hiebsbeginn bitte an den jeweiligen zuständigen Forstrevierleiter.

 

Autor/in: Holzverkaufsstelle Landkreis Tuttlingen