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13.10.2016

2016/13 Nur schleppende Nachfrage nach Laubholz

Die Nachfrage nach Laubstammholz ist unerwartet schleppend. Noch im Sommer konnte man von einem "normalen" Laubstammholzeinschlag ausgehen. Mittlerweile scheint aber klar, daß praktisch der gesamte Laubstammholzmarkt deutlich weniger nachgefragt ist als in den vergangenen Jahren.

Bei der Buche können nur sehr gute Qualitäten (L4 und stärker, Güte B/C, weiß) problemlos abgesetzt werden. Schlechtere und schwächere Sortimente (L3b und schwächer, Güte C, weiß oder verkernt) scheinen am Markt momentan weniger Nachfrage zu erfahren. Es scheint angebracht, daß die Waldbesitzer ihren Laubholzeinschlag entsprechend anpassen und Einschlagsmengen zurückfahren. Eschenstammholz aus dem Landkreis kann zu auskömmlichen Konditionen verkauft werden, wenn die Stämme gut und stark genug sind (mindestens L3b, Güte B/C nach RVR). Ahorn und anderes Laubstammholz ist momentan praktisch überhaupt nicht verkäuflich und sollte nicht eingeschlagen werden. Besonders aussergewöhnliche Holzarten (im Landkreis vor allem Obstarten) verdienen auch besondere Beachtung. Wenige Drechsler und Schreiner im Umkreis suchen solche Raritäten immer wieder, sie sollten nur dann eingeschlagen werden, wenn der Verkauf bereits zuvor abgesprochen wurde.

Autor/in: Holzverkaufsstelle Landkreis Tuttlingen