Seiteninhalt
01.11.2016

2016/14 Wofür wird unser Holz verwendet?

Holz ist unser natürlicher, nachwachsender und wertvoller Rohstoff! Aber was wird aus dem Holz der heimischen Wälder? proHolzBW gibt Antworten auf diese Frage.
proHolzBW bezeichnet sich selbstbewusst als die Drehscheibe der Netzwerke Forst und Holz in Baden-Württemberg.

Wer steckt hinter der proHolzBW GmbH?

Hinter der proHolzBW steckt eine Interessensgemeinschaft der Wertschöpfungskette Forst und Holz Baden-Württemberg. Die Gesellschafter sind Holzbau Baden, Holzbau Baden-Württemberg sowie der Verband der Deutschen Säge- und Holzindustrie und die Forstkammer Baden-Württemberg. Der Landesbetrieb Forst BW ist Kooperationspartner. Gefördert wird die Initiative durch die Europäische Union und das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg. Das sechsköpfige Team mit Geschäftsführer Hagen Maraun sitzt in Ostfildern und freut sich über Ihr aktives Mitwirken in der Wertschöpfungskette.

Welche Aufgaben verfolgt die proHolzBW GmbH?

proHolzBW kümmert sich als Drehscheibe der Netzwerke Forst und Holz um die Förderung der Holzverwendung in Baden-Württemberg. Sie stärkt die Zusammenarbeit innerhalb der Wertschöpfungskette und intensiviert die Kommunikation in die Gesellschaft. Die Holzbaufachberatung, die Clusterarbeit und das Holzmarketing sind die Aufgabenbereiche von proHolzBW - letztlich um für Holz zu begeistern.

Woran liegt es, dass im Waldland Baden-Württemberg die Holzbauquote so niedrig
liegt?

Die Holzbauquote in Baden-Württemberg ist mittlerweile auf 27 Prozent angestiegen und damit bundesweit die höchste. Der Holzbau kommt mehr und mehr in der Gesellschaft an. Allerdings gibt es nichthaltbare Vorbehalte, die weiter abgebaut werden müssen. Die technischen Fortschritte vergangener Jahre sind vielen Architekten, Ingenieuren und Bauherren noch nicht bekannt. Es ist ein Anliegen der proHolzBW weiter mit Veranstaltungen und Fachinformationen dazu beizutragen, dass die Verwendung von Holz insgesamt positiv wahrgenommen wird und die Holzbauquote weiter steigt.

Mit welchen Maßnahmen plant die proHolzBW GmbH den Baustoff Holz voran zu bringen?

Als Drehscheibe der Wertschöpfungskette Forst und Holz Baden-Württemberg sind
vielfältige Maßnahmen geplant und teilweise bereits initiiert. Die nachhaltige Waldwirtschaft in Baden-Württemberg nimmt eine Vorreiterrolle ein und ist als Ressourcenquelle wichtig für die regionale Wertschöpfung – ein Themenfeld, für das sich proHolzBW verstärkt einsetzen will. In den kommenden Monaten wird es des Weiteren Veranstaltungen mit Seminar- oder Arbeitsgruppencharakter zu Themen wie Holzbau und holzfaserbasierte Werkstoffen geben. Außerdem wird ein Kommunalwettbewerb HolzProKlima stattfinden, bei dem Ministerpräsident Winfried Kretschmann als Schirmherr agiert. Wir sind davon überzeugt, dass die Möglichkeiten mit heimischen Hölzern nachhaltig und modern zu bauen ideal sind und wollen dieses Bewusstsein für den wertvollen Roh- und Baustoff Holz als CO2- Senke auch bei Gemeinde-, Städte- und Landkreisvertretern verankern. Im Bereich Holzwohnbau für Flüchtlinge werden weiterhin Rundfahrten zu verschiedenen gebauten Beispielen und auch Holzbaubetrieben organisiert, um den Holzbau für Architekten und potentielle Bauherren erlebbar zu machen. Außerdem entwickelt proHolzBW die gebauten Kontakt-Netzwerke weiter und schafft Plattformen, um Vertreter von Hochschulen mit Praktikern zusammen zu bringen.

Die Unterbringung von Flüchtlingen ist nach wie vor ein viel diskutiertes Thema.

Welche Möglichkeiten gibt es, Holz an dieser Stelle einzubringen? Holz als schneller, leichter und wohnlicher Baustoff hat in den vergangen Jahren gezeigt, was es kann. Die Holzbauquote bei Flüchtlingsunterkünften ist besonders hoch. proHolzBW hat für die Beratung von Gemeinden und Kommunen eigens einen Koordinator Holzwohnbau für Flüchtlinge eingestellt. Dafür konnte Herr Joachim Hörrmann, ehemaliger Hauptgeschäftsführer bei Holzbau Baden-Württemberg, als sehr gut vernetzter Fachmann gewonnen werden. Er stellt die Verbindung zwischen dem Bedarf und dem Angebot her und gibt kommunalen Entscheidern sowie Holzbauunternehmern konkrete Hinweise. Die Informationen von Herrn Hörrmann haben bei einigen Kommunen dazu geführt, dass für Holzbaulösungen ausgeschrieben wurde, zum Beispiel in Ludwigsburg. Nach wie vor besteht im Bereich Wohnbau für Flüchtlinge oder sozialer Wohnbau Beratungsbedarf, der durch die proHolzBW bedient wird.

Was kann jeder Einzelne tun, um die Holzverwendung zu fördern?

Nachhaltig, anspruchsvoll und bewusst Leben – und darüber reden. Es gibt wunderbare Anwendungen von Holz, die weit über das reine Bauen hinausgehen. Das ist den Akteuren der Wertschöpfungskette bekannt, aber der breiten Bevölkerung nicht. Daher lautet das Motto von proHolzBW „Erstaunlich, was Holz kann“. Dies wird über die moderne Webseite www.proholzbw.de gezeigt. Jeder trägt dazu bei, indem über er über Holz in der Bewirtschaftung, Verarbeitung und als Endprodukt positiv spricht und das persönliche Umfeld mehr für Holz begeistert wird.

(PM proHolzBW)