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20.09.2017

2017/13 Gewitterfront aus sicherer Entfernung

Der Durchzug der Gewitterfront am Abend und in der Nacht des 18.08.2017 war schon ein impossantes Wetterereignis, kurz und hart ist sie über den Landkreis Tuttlingen hinweggefegt und hat ihre Spuren im Wald, aber auch an Gebäuden hinterlassen. Wie sich die Front entwickelt hat und wie sie östlich vom Landkreis Tuttlingen weitergezogen ist kann auf der Seite Kachelmannwetter.com nachvollzogen werden (dazu kann die Uhrzeit jeweils in 5 Minutenschritten weiter geklickt werden).

Stromtracker - zu Deutsch: Sturmjäger - nutzen diese Karten um vor allem Tornados nachzujagen und zu fotografieren. In blau sind die Niederschläge, in gelb die Blitze dagestellt. Gewitterzellen werden durch einen Kreis dargestellt, der angehängte Strich gibt die Zugrichtung der Zelle an, der Teilstriche darauf den Zug in den nächsten 10 Minuten. Durch die kreisrunden Doppelpfeile sind rotierende Zustände der Gewitterzellen zu erkennen. Rotiert eine Gewitterzelle kann sie sich zu einer Superzelle entwickeln, was dann zu einem Tornado führen kann.

Die Wälder im Kreis haben den kurzen und raschen Durchzug verhältnismäßig gut verkraftet, lediglich Wälder im Süden des Kreises erlitten nennenswerten Schaden. Im weiteren Verlauf aber warf und brach die Front in weiter östlich liegenden Wäldern deutlich mehr Holz. So ist das schwäbische Oberland bereits deutlich stärker betroffen, in Bayern und Franken rechnet die Forstbehörde mit über 2,5 Mio. Festmeter Schadholz durch den Sommersturm - und das zusätzlich zum anfallenden Käferholz. Die Polnische Forstverwaltung rechnet gar mit über 8 Mio. Festmeter Windwurf und –bruch aus der Gewitternacht.

Autor/in: Holzverkaufsstelle Landkreis Tuttlingen