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16.10.2017

2017/15 Holzmarkt aktuell

Wer in seinem Privatwald Holz einschlagen und in den Verkauf bringen möchte findet dafür momentan guten bis sehr guten Absatz. Bis auf wenige Ausnahmen sind alle Sorten nachgefragt, die Preise für die Hauptsortimente sind auf hohem Niveau.

Fichten-/Tannenstammholz in langer Form (10-21 m Sortimentslänge) ist stark nachgefragt, der Preis für das Leitsortiment Fi L2b Güte B liegt bei 95 € je Fm. Die anfallenden Stämme müssen abhängig vom Abhieb getrennt gelagert werden, das Sortiment PZ reicht bis 65 cm Abhieb, das Sortiment Stammholz stark darüber (Gattereinschnitt, bis 80 cm).

Standardlängen, also kurz ausgehaltenes Holz (5 m Sortimentslänge, Zumaß mindestens 10 cm, höchstens 20 cm) der Baumarten Fichte und Tanne sind ebenso stark nachgefragt.

Für Stammholz und Standardlänge gilt mittlerweile eine Mindestlosgröße von 10 Fm pro Los, sofern das Holz nicht zusammen mit Holz anderer Waldbesitzer in eine gemeinsame Holzabfuhr organisiert werden kann. Anderenfalls gelten Kleinmengenabschläge, im ungünstigsten Fall kann das Los nicht vermarktet werden.

Fichten-/Tannenstammholz Sorte SP, also Kilben (4 m Sortimentslänge) ist infolge der Ka-lamitätsanfälle in Bayern (Käfer und Sturm) preislich unter Druck geraten, fließt aber problemlos in die lokalen Märkte ab.

Dickes Wertholz (5 m Sortimentslänge) ist ebenfalls rege nachgefragt. Der Preis hängt allerdings von der Qualität der Topstämme ab, sowohl Einschlag als auch Sortierung sollte noch stehend mit dem zuständigen Kreisrevierleiter besprochen werden.

Alle Stammholzsorten müssen mit Zumaß abgelängt werden! Dazu wird das Bandmaß in der Mitte des Fallkerbs eingehängt und dann die Länge des Stamms gemessen. Bei der Sortimentslänge muss der Stamm auf ganze Meter den Mindestzopf der Sorte noch erreichen. Abgesägt werden muß der Stamm mit dem Zumaß, was bei Sortimentslängen unter 10 m generell (mindestens) 10 cm beträgt, bei Sortimentslängen über 10 m mindestens 1 % der Sortimentslänge. Ein Stamm mit 16 m darf also nicht kürzer als 16,16 m sein. Generell gilt: Beim Zumaß nicht zu kleinlich sein!

Die Nachfrage nach Industrieholz ist zweigeteilt: Industrieholz der Güte N (Papierholz, 2 m) ist gut nachgefragt und kann eingeschlagen und vermarktet werden. Industrieholz Güte K stagniert am Markt, ebenfalls bedingt durch die Schadhölzer in Bayern. Der Privatwald sollte deshalb bei anfallenden Mengen die Verwendung als Brennholz prüfen.

Wer darüber hinaus weitere Sorten oder Baumarten einschlagen und verkaufen möchte muss sich vor dem Einschlag mit dem zuständigen Kreisrevierleiter (www.landkreis-tuttlingen.de/forstamt oder 07461 926 1200) oder der Holzverkaufsstelle in Verbindung setzen.

Auf diesen Internetseiten  finden interessierte Privatwaldeigentümer alle aktuellen Aushaltungsdaten der

Sorten, außerdem nützliche Hinweise zur Vermessung und Poltern von Rohholz

 

Autor/in: Holzverkaufsstelle Landkreis Tuttlingen