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03.02.2019

2019/03 Holzmarkt aktuell

Aufgrund der hohen Anfälle von Schadhölzern sind die Nadelstammholzpreise für Fichte und Tanne weiter sehr stark unter Druck und nur schwer absetzbar. Die jüngsten Schneebruchschäden in den Hochlagen des Landkreises verschärfen die Situation zusätzlich.

Für durch Schneebruch betroffene Waldbesitzer wird es am 19.02.2019 um 19.00 Uhr eine Informationsveranstaltung Schneebruch in der Böttinger Gemeindehalle geben. Dort werden neben der Forstschutzproblematik und der Arbeitssicherheit auch die Aufarbeitung, die Aushaltung und die Vermarktung erläutert.

Die Leitpreise liegen für Fichtenstammholz ST 2b Güte B lang nur knapp über 80 €/fm, für Fichtenstammholz SL 2b Güte B kurz um 75 €/fm. Die Abschläge für qualitätsgemindertes Holz der Güte C sind deutlicher als bisher. Die Preislinien für kalamitätsbedingtes Holz liegen noch einmal deutlich unter den Frischholzpreisen. Das Kreisforstamt sieht aber bei der derzeitig prekären Forstschutzsitua-tion keine Alternative: Diese Hölzer müssen rasch aufgarbeitet werden und aus dem Wald abfließen! In dieser Situation wird empfohlen, bis auf weiteres auf den Einschlag von frischem Fichten- und Tannenstammholz zu verzichten. Nicht mit der Holzverkaufsstelle abgesprochene Frischholzmengen laufen Gefahr nicht spontan vermarktbar zu sein und gespritzt werden zu müssen.

Für Stammholz gilt seit diesem Jahr eine neue Transportlängenbegrenzung, Die Stammlänge darf einschließlich Zumaß nicht länger als 19,50 m sein, die maximale Sortimentslänge ist deshalb ab sofort 19 m.

Verpackungsholz (Güte C/D, Kilben) kann vermarktet werden, die Preise haben aber deutlich nachgegeben. Schwache Kilben (L1b / MDM 20 und schwächer) sollten im Privatwald als Brennholz aufbereitet werden.

Papierholz (Fichten/Tannen Industrieholz Güte N/F, 2m lang Zopf mit Rinde mindestens 8 cm) ist nachgefragt und lässt sich verkaufen. Wer dieses Sortiment einschlagen und vermarkten möchte muss allerdings darauf achten, dass das Holz frisch eingewiesen wird. Mengen, die unverkauft – weil noch nicht fertig aufgearbeitet – in den Frühling hinein im Wald lagern und austrocknen gelten nicht mehr als „frisch“.

Autor/in: Holzverkaufsstelle Landkreis Tuttlingen