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27.11.2019

2019/14 Holzaufnahme und Holzmarkt

Zum Jahreswechsel wird die Forstreform umgesetzt. Die gravierende Veränderung zum bis-herigen Einheitsforstamt (mit Zuständigkeit für alle Waldbesitzarten) wird die Herauslösung und Überführung des Staatswaldes in eine Anstalt des öffentlichen Rechts sein. Dazu ist es auch notwendig, die bisher genutzte EDV aufzutrennen. Deshalb wird die Fachsoftware über die Feiertage abgeschaltet und erst in der zweiten Januarwoche wieder zur Verfügung stehen. Die Holzaufnahme ist in dieser Zeit zwar möglich, aber die Übertragung ins System und der nachfolgende Holzverkauf wird erst ab 07.01. wieder möglich sein.

Die Lage am Holzmarkt ist aus Sicht der Waldbesitzer weiterhin unbefriedigend. Der Sommer hat sehr viel Holz aus Zwangsnutzungen durch Dürre und Borkenkäfer geliefert. Diese Hölzer waren qualitativ von geringer Qualität und mit dem Überangebot sank der Preis bis auf eine Talsohle von 35-45 € je Fm, bei Kilben (4 m, D) sogar auf 25-30 € je Fm.

Mittlerweile hat Nachfrage nach frischem Holz eingesetzt und auch die Preise haben leicht angezogen, sie liegen aktuell bei 70-75 € je Fm für Fichte L2b B, damit aber immer noch 20 € unter den Preisen von vor 2 Jahren. Tanne liegt mit 8-10 € deutlicher als vor zwei Jahren un-ter den Fichtenpreisen. Ob sich der Aufwärtstrend bei den anstehenden Vertragsverhandlun-gen für das Jahr 2020 auf über 75 € je Fm fortsetzen wird ist aktuell noch nicht absehbar. Der Preisentwicklung für Nadelindustrieholz ist noch nicht klar absehbar: Beim Papierholz sollte kein wesentlicher Preisrutsch stattfinden, bei K-Holz könnte der Preis auf 12 € je fm fallen. Für K-Holz aus Privatwald wird die Verwendung als Brennholz empfohlen. Wenn Frischholz im PW eingeschlagen wird, sollte dieses bis Ende Februar verkaufsfertig an der Waldstraße liegen.

Käferholz aus dem Sommer/Herbst 2019 sollte nun zeitnah aufgearbeitet und an den Markt gebracht werden, ob dieses Holz im Frühjahr noch marktfähig ist darf bezweifelt werden. Spätestens bis Ende Januar sollte dieses Holz fertig aufgearbeitet sein.

Autor/in: Holzverkaufsstelle Landkreis Tuttlingen