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20.04.2020

Stürme 2020 und Borkenkäfersituation


Stürme Sabine und Bianca schaffen günstige Bedingungen für den Borkenkäfer -
gründliches und sicheres Aufarbeiten der Sturmschäden ist gefragt

Sabine, Bianca und der Käfer

  • Das Schadausmaß durch das Sturmtief „Sabine“ ist überschaubar und gut zu bewältigen. Im Kommunal- und Kleinprivatwald des Landkreises Tuttlingen rechnen wir mit einem Schadholzanfall bei Fichte und Tanne von rund 15.000 Festmeter. In Normaljahren rund ein Zehntel des Gesamteinschlages. Mit dem Sturmtief Bianca letzten Donnerstag erhöhen sich die Schadholzmengen nochmals um 10-20 %.
  • Problematisch ist die Form und Verteilung der Sturmwürfe. Durch „Sabine“ und „Bianca“ wurden im Landkreis flächig verteilt meist Einzelbäume und kleine Nester geworfen. Diese Fichten bieten optimale Brutbedingungen für Borkenkäfer auf ganzer Fläche und haben das Potenzial ganze Bestände zu infizieren.
  • Wichtig ist es, dass diese Einzelbäume und Nesterbis zum Frühjahr aufgearbeitet  und das Holz aus dem Wald gebracht wird. Nur so kann vermieden werden, dass die Borkenkäferpopulation überall wieder ansteigt und zu erheblichen Folgeschäden führt.
  • Jeder einzelne Waldbesitzer wird aufgerufen in seinem Wald diese Bäume zu beseitigen. Übergeordnete Maßnahmen sind bei dieser Schadensform mit nur wenigen Bäumen je Parzelle nicht organisierbar. Sofern irgendwie möglich, sollten sich Waldnachbarn absprechen und sich gegenseitig helfen. Im Vordergrund muss dabei ein sicheres und umsichtiges Arbeiten stehen, damit es zu keinen Unfällen kommt.
  • Daneben muss die Suche nach Käferbäumen weitergehen. Jeder ab jetzt erkannte und rechtzeitig unschädlich gemachte „Befallsbaum“, reduziert die Population für das kommende Borkenkäferjahr, weil die Brut nicht abgeschlossen werden kann.

Folgende Texte sind zum Thema eingestellt:

Zum Herunterladen:

2020 Aushaltung Schadholz Sturm/Käfer/Dürre (PDF, 155 kB, 21.10.2020)

 

Autor/in: Kreisforstamt Tuttlingen