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Eichenstammholz

Stammtrockenheit ist in Qualitätsklasse A unzulässig.
Für die Merkmale in Klasse D gilt, dass >40% der Holzvolumes verwendbar sein muss.

 

Äste

Als überwallt werden Äste bezeichnet, die an der Mantelfläche des Rundholzes nicht unmittelbar sichtbar sind. Rosen kommen bei grobborkigen Baumarten vor und bilden sich als mehr oder weniger runde Rindenstauchungen um das Astsiegel (Rundnarbe). Die Abgrenzung des eigentlichen Astsiegels gegenüber der Roser wird mit zunehmender Überwallungsdauer unschärfer. Die Astsiegelhöhe wird als halber Wert des Durchmessers in Stammlängsrichtung der äußeresten vollständigen konzentrischen Rindenquetschfalte der Rose (in Zentimeter) bestimmt. Nägel sind abgestorbene Wasserreiser mit einer Astsiegelhöhe von weniger oder gleich 1 cm.
Als gesund werden Äste bezeichnet, die an der Mantelfläche des Rundholzes sichtbar sind. Nahe an der Mantelfläche ist der kleinste Durchmesser (D)des Astes in Zentimeter zu messen. Der umgebende Kallus ist nicht zu berücksichtigen. Durch Austreiben schlafender Knospen können Sekundäräste entstehen, die nicht wie Primäräste mit der Markröhre verbunden sind. Bis zu einer Stäke von 2 cm werden sie als Wasserreiser bezeichnet, die zu mehreren als Wasserreiserköpfe auftreten können. Sekundäräste über 2 cm werden als Klebäste bezeichnet. Sie sind den gesunden ästen zuzuordnen, auch wenn sie sich in holztechnologischer Hinsicht von Primärästen unterscheiden.
Bei Fäulästen handelt es sich um solche mit erkennbarer Weichfäule.

 

Drehwuchses

Die Messung des Drehwuchses erfolgt an der Stelle der stärksten Faserneigung auf der Mantelfläche. Dabei bleibt bei einem Erdstammstück der erste Meter des Wurzelanlaufs unberücksichtigt. Gemessen wir die Abweichung des Faserverlaufs (AF) von einer Parallelen zu Stammachse in Zentimeter über eine Strecke von einem Meter (AF in cm/m).

 

Mondringen

Bei Mondringen handel es sich um dem Splintholz in Farbe und Eigenschaften ähnliche, ringförmige Bereiche im Kernholz.

 

Krümmung

Ermittelt wird der maximale Abstand in cm (Pfeilhöhe = P) zwischen der konkaven Mantelfläche und einer die innersten Punkte der Stirnenden verbindenden Gerade (L) in Metern. Die Angabe erfolgt in cm pro Meter. Bei Erdstammstücken beginnt die Messung 1 m vom Stammfuß entfernt. Bei mehrfacher Krümmung wird das Stammstück mit theoretischen Schnitten in einfach gekrümmte Abschnitte unterteilt. Die Krümmungswerte der einzelnen Abschnitte werden nach den Regeln für einfache Krümmung ermittelt.

 

Fäule

Bei Fäule findet die Zersetzung des Holzes durch Pilze oder andere Mikroorganismen statt, die zum Erweichen und zunehmendem Verlust an Masse und Festigkeit führen. Bei der Messung wird der größte Abstand (A) zwischen zwei parallelen Tangenten der im Querschnitt sichtbaren Fäule erfasst, angegeben als Prozentsatz des Durchmessers der beurteilten Stirnfläche. Als Bezugsdurchmesser bei Erdstammstücken gilt der 1m vom stärkeren Ende entfernt ermittelte Durchmesser. Der Durchmesser ist ohne Rinde zu ermitteln und bei unregelmäßigen Querschnitten aus zwei senkrecht zueinander stehenden Messungen herzuleiten.
Splintfäule ist zulässig, ist jedoch über anteiligen Durchmesserabzug zu vergüten. An der Stirnfläche des schwächeren Endes ist die größte Ausdehnung der Splintfäule in radialer Richtung zu messen.