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Fichten- / Tannenstammholz

Weitere Merkmale (z.B. Ovalität, Jahrringbreite, Drehwuchs, Reaktionsholz, Harzgallen) müssen einzelvertraglich geregelt werden.

Äste

Für die Qualitätsbestimmung werden Äste begutachtet, die an der Mantelfläche des Rundholzes sichtbar sind. Bei gesunden Ästen handelt es sich um solche, die keine Anzeichen von Fäulnis aufweisen. Sie gelten als verwaschen, wenn sie auf der Sichtseite mit vollem Querschnittsumfang mit dem umgebenden Holz verwachsen sind. Als faul werden Äste bezeichnet, die erkennbare Weichfäule aufweisen. Äste, die an der Sichtseite von einem schwarzen Ring umgebenden Holz verwachsen sind, werden als nicht verwachsene Äste bezeichnet. In der Regel handelt es  sich um Totäste. Das Qualitätsmerkmal der nicht verwachsenen Äste ist als maßgebliches Kriterium für eine Abstufung von Qualitätsklasse B zu Qualitätsklasse C nicht zulässig.
Nahe der Mantelfläche wird für die Messung der Äste der kleinste Durchmesser (D) ohne den umgebenden Kallus erhoben.

 

Insekten

Insekten verursachen Fraßgänge unterschiedlicher Größe im Holz, die zum Teil auch bei der Ansprache der Rinde diagnostiziert werden können.

 

Fäule

Ein frühes Stadium der Fäule wird als Hartfäule bezeichnet und ist durch verfärbte Bereiche oder kleinere Faulflecken gekennzeichnet. Beil- und Nagelfestigkeit ist noch gegeben. Gemessen wird an der Stirnfläche die größte Ausdehnung in radikaler Richtung (r) und das Verhältnis zum Durchmesser (ohne Rinde, ggf. gemittelt aus zwei Messungen) der beurteilten Stirnfläche angegeben. Mit der Zulassung von Hartfäule in äußeren Holzmantel des Wurzelanlaufs in Qualitätsklasse C wird Rückeschäden Rechnung getragen.

Weichfäule wird von Mikropilzen verursacht, die Zellulose zersetzen und die Festigkeitseigenschaften des Holzes vermindern. Sie tritt in fortgeschrittener Ausprägung flächig, oftmals zentrisch auf.
Rückeschäden und der Tatsache, dass nach Einschnitt entsprechender Holzfehler in der Regel in der Schwarte liegen, wird durch Zulassen von Weichfäule im äußeren Bereich des Wurzelanlaufs in Qualitätsklasse D Rechnung getragen. Vorausgesetzt, wird dass mindestens 80% des Querschnitts über die gesamte Länge verwendbar sind.

 

Verfärbungen

Als Verfärbungen werden Änderungen der natürlichen Farbe des Holzes bezeichnet, die keine Verminderung der Fertigkeit bewirkt. Bei Fichte und Tanne spielen hier Bläuepilze eine wesentliche Rolle. Nur eine leichte jahreszeitlich bedingt Anflugbläue ist in Qualitätsklasse B zulässig. In Qualitätsklasse C ist eine beginnende oberflächliche Verfärbung zulässig.