Seiteninhalt

Güte Industrieholz

Industrieholz ist Holz, das chemisch aufgeschlossen oder mechanisch zerkleinert wird. Beim chemischen Aufschluss wird das Holz durch Hitze und Zugabe chemischer Stoffe in seine Bestandteile zerlegt, er dient der Gewinnung von Zellstoffstoff und Lignin. Die mechanische Zerkleinerung erzeugt Holzschliff für die Papierherstellung, kleine Späne zur Herstellung von Spanplatten oder sie bereitet Holz für die thermische Verwertung vor (Hackschnitzel, Pelletierung, Brikettierung).
Die Gütesortierung von Industrieholz kennt drei Kategorien:

  • IN = Normal: Gesund, frisch, nicht grobastig, keine starke Krümmung
  • IF = Fehlerhaft: Leicht anbrüchig, grobastig oder krumm
  • IK = Krank: Stark anbrüchig (deutliche Farbveränderungen), jedoch gewerblich verwendbar

In der Regel werden die Industriehölzer unterschiedlicher Güten getrennt bepreist und vermarktet. Deshalb müssen sie auch getrennt gepoltert werden. Die verkernten Baumarten (Kiefer, Lärche, Douglasie) müssen getrennt von den unverkernten Baumarten (Fichte, Tanne)gepoltert werden.