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Kiefernstammholz

Äste

Für die Qualitätsbestimmung werden Äste begutachtet, die an der Mantelfläche des Rundholzes sichtbar sind. Bei gesunden Ästen handelt es sich um solche, die keine Anzeichen von Fäulnis aufweisen. Sie gelten als verwachsen, wenn sie auf der Sichtweite mit vollem Querschnittsumfang mit dem umgebenen Holz verwachsen sind. Als faul werden Äste bezeichnet, die erkennbare Weichfäule aufweisen. Äste, die an der Sichtseite von einem schwarzen Ring umgeben  oder nicht vollständig mit dem umgebenen Holz verwachsen sind, werden als nicht verwachsene Äste bezeichnet. In der Regel handelt es sich um Totäste. Das Qualitätsmerkmal der nicht verwachsenen Äste ist als maßgebliches Kriterium für eine Abstufung von Qualitätsklasse B zu Qualitätsklasse C nicht zulässig.
Nahe der Mantelfläche wird für die Messung der Äste der Kleinste Durchmesser (D) ohne den umgebenden Kallus erhoben.

 

Insekten

Insekten verursachen Fraßgänge unterschiedlicher Größe im Holz, die zum Teil auch bei der Ansprache der Rinde diagnostiziert werden können.

 

Weichfäule

Weichfäule wird von Mikropilzen verursacht, die Zellulose zersetzen und die Festigkeitseigenschaften des Holzes vermindern. Sie tritt in fortgeschrittener Ausprägung flächig, oftmals zentrisch auf.
Rückeschäden und der Tatsache, dass nach Einschnitt entsprechender Holzfehler in der Regel in der Schwarte liegen, wird durch Zulassen von Weichfäule im äußeren Bereich des Wurzelanlaufs in Qualitätsklasse D Rechnung getragen. Vorausgesetzt, wird dass mindestens 80% des Querschnitts über die gesamte Länge verwendbar sind

 

Verfärbungen

Als Verfärbungen werden Änderungen der natürlichen Farbe des Holzes bezeichnet, die keine Verminderung der Fertigkeit bewirkt. Bei Kiefer spielen hier Bläuepilze eine wesentliche Rolle. Nur eine leichte jahreszeitlich bedingt Anflugbläue ist in Qualitätsklasse B zulässig. In Qualitätsklasse C ist eine beginnende oberflächliche Verfärbung zulässig.